Dynamisch für
den Fahrgast
Enthüllung des ersten dynamischen Fahrgastsystems am ZOB Marktheitdenfeld
Enthüllung der Anzeigetafel

Maskottchen Wasby und Landrat Armin Grein enthüllten am 31.07.2002 die Anzeigetafel des Dymanischen Fahrgastinformationssystems am Marktheidenfelder Busbahnhof. Sieben solcher Tafeln sind in den Städten des Landkreises Main-Spessart aufgestellt.
(im Hintergrund v.l. Geschäftsstellenleiter Wolfgang Endres und Geschäftsführer Josef Cichon)

Pressemitteilung Main-Post vom 01.08.2002

Elektronisches Informationssystem im Landkreis eingeführt.

Marktheidenfeld (KOE)

Die schwarze Tafel mit der roten Leuchtschrift am Busbahnhof Adenauerplatz hat es in sich. Dank elektronischer Steuerung zeigt sie an, wenn sich der Bus verspätet. Und außerdem kann sie sprechen.

Sieben dieser Anzeigetafeln informieren jetzt den Fahrgast über Details des öffentlichen Nahverkehrs. Da es sich um "Dynamische Fahrgastinformation" handelt, werden die Informationen immer aktuell angezeigt.

Am Mittwochnachmittag enthüllten Landrat Armin Grein und das Maskottchen "Wabsy" von der Main-Spessart-Nahverkehrsgesellschaft in Marktheidenfeld am Busbahnhof die neue Anzeigetafel. Sieben dieser Tafeln sind im Landkreis aufgestellt. Außer in Marktheidenfeld steht eine solche Anzeigetafel in Karlstadt, Gemünden und Arnstein. In Lohr sind gleich drei installiert: Am Bahnhof, am Parkdeck und am Halteplatz Frauenkloster.

"Wabsy und Landrat Grein stellten vor, was das Informationssystem alles kann: Neben der Abfahrtszeit der Busse, dem Zielort der betreffenden Fahrt und der Nummer des Bussteiges zeigt die Tafel auch an, falls sich ein Bus verspätet. Beispiel: In Hafenlohr ist Main-Hochwasser und der Bus kann nicht die übliche Route von Marktheidenfeld nach Lohr fahren. Die Mobilitätszentrale der Main-Spessart-Nahverkehrsgesellschaft wird in diesem Fall folgenden Hinweis auf die Anzeigetafel schalten: "Achtung: Der Bus nach Lohr verspätet sich aufgrund von Hochwasser."

Dynamisch für den Fahrgast

Und so wird es gesteuert: Gibt es während der Fahrt Komplikationen wie Stau, Unfall, Eisregen oder Umleitung, meldet der Busfahrer die per Funk der Mobilitätszentrale. Deren Mitarbeiter haben direkten Zugriff zu den einzelnen Rechnern der Anzeigetafeln. Es besteht außerdem die Möglichkeit, die wartenden Fahrgäste durch ein akustisches Signal aufmerksam zu machen. Die Anlagen sind außerdem so eingerichtet, dass Informationen auch sprachlich übermittelt werden können.

Den Gästen, unter ihnen die Mitglieder des Kreisausschusses, wurde die eindrucksvoll vorgeführt. Laut und deutlich machte die Anzeigetafel auf sich aufmerksam: "Auch dieses Jahr fahren Sie mit unserem Festwochenexpress sicher und streßfrei zur Laurenzi-Messe" tönte aus dem Lautsprecher.

Nächstes "Bonbon": An der linken Seite des Pfostens ist ein Informationsknopf. Wer den roten Knopf drückt, wird direkt mit der Mobilitätszentrale verbunden. Dort sind Mitarbeiter Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr und am Samstag von 8 bis 18 Uhr ansprechbar, um Auskunft über den Nahverkehr zu geben. Ausdrücklich warnte der Landkreischef vor dem Missbrauch des Knopfes, den einige Passanten schon zweckentfremdet hätten.

340 000 Euro kostete das Informations-system, davon gab es laut Grein 260 000 Euro Zuwendungen. Die Anzeigetafel arbeitet mit Leuchtdioden einer Pixelgröße von vier Millimeter. Mit dieser SMD-LED-Technologie sei man auch für künftige Anforderungen gewappnet, informierte ein Mitarbeiter der Firma eprovi, die das System entwickelte.

(Quelle: Main-Post vom 01.08.2002)